Royalties waren ursprünglich ein königliches Vorrecht, daher der Name. Aus der alten Perspektive, dass alle Mineralien im Boden der Krone gehören, mussten Schürfer einen fixen Teil ihres Ertrags an den Souverän abtreten. Bis heute erheben zahlreiche Staaten Royalties auf die Produktion von Metallen oder Öl auf ihrem Land. Doch auch Privatpersonen können besonders im angelsächsischen Rechtsraum Royalties auf die Produktion von Rohstoffen auf ihrem Land erheben. Royalty-Firmen kaufen solche Royalties von den Landbesitzern oder aber von einer Minenfirma, welche Kapital braucht und dafür bereit ist, einen Teil ihrer zukünftigen Produktion abzugeben.
Eine neuere Variante sind Gold- oder Silber-Streams, bei denen die Royalty-Firmen einen vereinbarten Prozentsatz der Produktion einer Mine kaufen und dafür einen tiefen nominalen Fixpreis bezahlen. Streams sind steuerlich besser, jedoch als vertragliche Vereinbarung nicht an Landrechte gekoppelt und damit anfälliger für Vertragsbruch.
Typischerweise belaufen sich Royalties auf 1-5% der Produktion auf einem definierten Gebiet. Es sind folglich Umsatzbeteiligungen, die Förderkosten spielen für den Inhaber der Royalties keine Rolle. Auch in anderen Branchen wie dem Showgeschäft sind Royalties inzwischen weit verbreitet. Gewinnbeteiligungen sind eher verpönt, weil jegliche versprochenen Gewinne für Musiker und Schauspieler oft durch die berüchtigte «Hollywood-Buchführung» zum Verschwinden gebracht werden.
Im Bergbau sind Royalties und Streams als Umsatzbeteiligungen eine Möglichkeit, von steigenden Metallpreisen zu partizipieren ohne von der Inflation der Förderkosten betroffen zu sein. Sie stellen sozusagen einen goldenen Mittelweg zwischen Minenaktien und dem physischen Gold dar.